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Marianne Gogg - Malen mit Licht

Sonntag, 16. Juni 2024, 14 - 17 Uhr, Furthmühle Pram

Aufgewachsen im Bezirk Schärding, lebt die Künstlerin nun mit ihrer Familie in Pramet, wo sie sich auch im Kulturverein einbringt. Beruflich ist sie Lehrerin für Kunst und Werken an der Roseggerschule in Ried.

Sie entwickelte schon während der Gymnasialzeit ihre Liebe zur Kunst. Im Studium an der Pädagogischen Akademie und am Mozarteum konnte sie ihren künstlerischen Ausdruck weiterentwickeln. Vorerst waren ihre Arbeiten im Textilen und in der Druckgrafik beheimatet. Sie erprobte viele künstlerische Ausdrucksformen und entdeckte im Sommer 2019, während eines Sommerkurses in Haslach, zufällig die Technik der Cyanotypie, die sie seither nicht mehr loslässt. Sie lernte dabei die Möglichkeit kennen, mit einfachen Mitteln eine photosensible Oberfläche auf Papier oder Textilien aufzubringen und danach zu belichten - somit mit Licht zu zeichnen und zu malen. Besonders auffällig ist die Farbe Blau in der Cyanotypie.


Marianne Gogg: In der Farbe Blau suche ich die Weiten, die Höhen und Tiefen des Daseins, wie sie auch im Blau des Himmels und dessen Spiegelung im Wasser zu finden sind. Die Cyanotypie ist für mich die Technik, die diesem Empfinden Ausdruck verleiht. Allein die Papierherstellung, die Phasen der Trocknung und die Belichtung durch Sonnenlicht erzeugen jedes Mal wieder ein Gefühl von Anspannung und Entspannung zugleich. Auch noch so gut geplant, entstehen bei jedem Cyanotypie-Prozess einerseits unterschiedliche Helligkeitsstufen des typischen Cyanblautons, andererseits Unschärfen, die gewollt eingesetzt werden oder immer wieder ungewollt passieren. Besonders die Möglichkeiten des Experimentierens stellen für mich den Charme dieser Belichtungstechnik dar. Neben analogen Fundstücken kommen Fotonegative, Schablonen sowie Folien, auf denen ich meine Entwürfe zeichne, zum Einsatz. Ich versuche meinen Bilderkosmos zu entwickeln, indem ich mich mit alltäglich Erlebtem auseinandersetze.“

Am Aktionstag wird die Technik der Cyanotypie von Marianne Gogg vorgestellt, indem sich die Künstlerin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen lässt.




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